Freitag, 23. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Meine Lieben,
ich spüre die Last des Jahres 2016. Es war ein sehr aufwühlendes Jahr, geprägt von wundervollen und außergewöhnlichen Momenten, aber auch tiefer Trauer und Kummer. 
Jetzt wird es Zeit die leeren Akkus wieder aufzuladen und das Jahr 2016 los zulassen, um 2017 durchzustarten. Nächstes Jahr erwarten Euch einige Überraschungen, soviel sei verraten ;-) sc
Ich wünsche Euch eine besinnliche und friedvolle Weihnacht und kommt gut ins neue Jahr 2017!
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Ich verabschiede mich mit einem Weihnachtslied aus Haiti in die Weihnachtsferien und werde allerspätestens Anfang Januar 2017 wieder auftauchen.
Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt:
mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt:
die Tränen trocknen,
das, was du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

Weihnachtslied aus Haiti
GLG Eure Lorelay
Bildquelle:Pixabay 

Dienstag, 22. November 2016

Textschipsel

Moin meine Lieben (Moin Moin gilt übrigens im Norden schon als Gesabbel ;-)) 
Im Moment gibt viel zu tun, spannende Projekte und Ziele haben sich ergeben und aufgetan, dennoch ein Schnipsel, aus meinem aktuellen Projekt, muss einfach mal wieder sein. 
Wünsche Euch einen wundervollen Tag
GLG Eure Lorelay

Donnerstag, 10. November 2016

Das Würfelspiel


Der Tod trat in die Sphäre der ewigen Stille. Die Lichter an der hohen, gewölbten Decke erzitterten. Lächelnd rückte er seinen Stuhl zurecht, als er sich setzte. Gelassen sah er zu seiner immerwährenden Geliebte, das Leben. Sie saß bereits am runden Tisch, schön und grausam wie ein kalter Wintermorgen. »Wo warst Du?«, wollte sie wissen. »Geschäfte«, winkte er ab. Sie nahm die drei Würfel in die Hand und inspizierte sie. »Glaubst Du ich betrüge?«, fragte der Tod leicht erzürnt. Amüsiert schürzte sie ihre vollen Lippen, »Bei Dir weiß man nie!« Wirbelnd umkreisten die Würfel ihre langen Finger. Zu gut erinnerte sich das Leben an die erbitterten und leidenschaftlichen Kämpfe, die sie einst in der Welt der Menschen austrugen.
Bei ihrem letzten Kampf fügten sie der Erde tiefe klaffende Wunden zu. Feuerstürme jagten wild über sie und verschlangen gierig die letzten Leben. Grollend bäumte sie sich auf. Kampfesmüde sahen der Tod und das Leben der Erde beim Sterben zu. Da wussten sie, dass sie zu weit gegangen waren.
Missgelaunt führte der Tod seine Armeen und die Toten in sein Reich zurück. Hingegen das Heer des Lebens dem Planeten neues Leben einzuhauchen versuchten.
Eines Tages schickte der Tod schickte einen Botschafter zu seiner ewigen Liebe. Und so kam es, dass sie sich in der Zwischenwelt trafen. Dort berieten, stritten, liebten und hassten sie sich viele Monde lang. Endlich einigten sie sich und beschlossen über die Schicksale der Geschöpfe der neun Welten ein wenig unkonventioneller zu entscheiden. Beide wussten, dass sie nicht miteinander sein, aber auch nicht ohne einander konnten.  
So erschufen sie die Sphäre der ewigen Stille in der es weder Zeit noch Raum gab, noch Licht oder Schatten. Nur die Leben der Geschöpfe der neun Welten funkelten an der Decke wie ein Sternenmeer.
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»Du kennst mich zu gut«, grinste der Tod und zog genüsslich an seiner Knochenpfeife. Aus den Rauchschwaden entstand eine schwarze Pergamentrolle. Er tippte sie an und sie entrollte sich wabernd auf dem Tisch. Golden leuchteten die Namen auf ihr auf. »Um die geht es Dir heute?«, vergewisserte sich das Leben. »Ja!«, betätigt er knapp. »Gut, dann lass uns sehen, wer auf meiner Liste steht.« Sie stand auf und griff in die Decke der Lebenslichter. Eine schneeweiße Perle kam zum Vorschein. Sie hielt sie zwischen ihren Finger und ließ sie auf ihre Handfläche rollen. Ein makellos weißes Papier entfaltete sich in ihrer Hand. Der Tod nickte. Das Leben schloss ihre Augen, »Wie immer?« »Wie immer, zweimal darfst Du würfeln, drei Einsen bedeuten Leben, drei Sechen den Tod«, bestätigte er ruhig. Das Leben nickte und wollte ihm die Würfel reichen, »Nein, in der heutigen Nacht beginnst Du!« Liebevoll blickte sie dem Tod in die unergründlichen schwarzen Augen, »So soll es sein!«

©Lorelay Lost

Sonntag, 30. Oktober 2016

Der verliebte Tod


Neidisch blickte der Tod in die neun Welten. Egal wohin er blickte, sah er Liebe und Glück. Angewidert rümpfte er die Nase, doch in seinem tiefsten Inneren wünschte er sich eine Gefährtin, mit der er gemeinsam über sein kaltes Reich herrschen konnte. Er kam nur in die Welt der Lebenden, wenn er  Alte und Kranke an ihren Totenbetten abholte. Er wollte endlich das Leben und die Liebe spüren. Ungeduldig ging er auf und ab. Er wollte nicht mehr länger warten, bis der Wächter der Schwelle ihm die Tore der Welten öffnete. Heimlich ritt er auf einem der wilden Stürme, die den Herbst ankündigten, in die Welt der Lebenden. So kam es, dass er durch die Welt der Menschen reiste und auch hier nach einer passenden Geliebten ausschau hielt.
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Eines Tages ging er an einem kleinen Hof vorbei. Der Tod blickte auf und sah, das der Hof Garheris und Deirdre Kincaide, einem jungen und noch frisch getrauten Paar, gehörte.
Neugierig beobachtete er das geschäftige Treiben und erblickte Deirdre, die singend die Stube fegte. Entzückt starrte er sie an. Sie war das blühende Leben. Ihr langes schwarzes Haar duftete nach Sommer und umrahmte ihre üppige Figur. Fasziniert blickte er in ihre Augen, die wie warmer Frühlingstag leuchteten. Es war um ihn geschehen. Deirdre sollte seine Königin werden. Aber wie? Er zog sich zurück und ging zum Fluss, dort sah er Garheris, der am Fluss traurig ins Wasser blickte. Der Tod ging zu ihm. »Was grämt Euch?« Erschrocken blickte Garheris auf. Ein schwarz gekleideter Edelmann stand freundlich lächelnd vor ihm. »Sagt, ich kann Euch helfen.« Garheris fasste sich ans Herz, »Ich sorge mich, ob ich immer mit meiner Geliebten zusammen sein werde oder ob der Tod uns frühzeitig auseinander reißen wird.« Der Tod grinste und deutete auf zwei Steine. »Nehmt diese zwei Steine. Schreibt Eure Namen drauf und legt sie heute Nacht ins Feuer. Wenn einer der Steine am nächsten Tag fehlt, ist Euch kein weiteres Jahr gewährt.« Garheris nickte, nahm die Steine und lief nach Hause.
Es dämmerte bereits, Kerzen tauchten die kleine Stube in warmes Licht. Deirdre hatte den Tisch üppig gedeckt. Gemeinsam aßen und tranken sie, erzählten und scherzten. Es war ein schöner Abend. Müde und satt legten sie sich spät ins Bett.
Doch Garheris kam nicht zur Ruhe. Unruhig wälzte er sich hin und her. Deirdre schlief bereits fest neben ihm. Liebevoll betrachtete er seine schöne Frau und strich ihr sanft übers Haar. Leise stand er auf und schlich in die noch warme Stube. Mit zittriger Hand holte er die Steine aus seinem Beutel. Unsicher betrachtete er sie. Sollte er es wagen? Dann nahm er ein Stück Kohle und schrieb mit zittriger Hand ihre Namen drauf. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihm aus, doch er wollte es nun wissen und legte die Steine ins Kaminfeuer.
Die ersten Sonnenstrahlen berührten bereits die fernen Hügel. Eilig lief Garheris zum Kamin. Ungläubig blickte er in die kalte Asche. Deirdres Stein war weg. Weinend brach er zusammen. »Was ist mein Liebster?« »Nichts Liebste!« Garheris stand auf, nahm seine Frau fest in die Arme und küsste sie.
In den folgenden Nächten saß Garheris im Bett. Er wollte nie mehr schlafen und jeden Moment auskosten, denn er mit seiner Deirdre noch hatte. Doch eines Nachts übermannte ihn die Müdigkeit und er schlief ein.
Erschrocken fuhr er hoch, als der Fensterladen scheppernd aufriss und eiskalte Luft ins Zimmer strömte. Entsetzt blickte er auf die Stelle, wo Deirdre zuvor selig geschlafen hatte. Sie war fort. Außer sich lief er nach draußen, rief und suchte sie überall. Doch Deirdre war verschwunden.
Verzweifelt und weinend überquerte er den Fluß. Er wollte auch hier nach Deirdre suchen. Plötzlich stand der freundliche Edelmann, der ihm die Steine gegeben hatte, vor ihm. »Du kannst hier nicht passieren. Deine Zeit ist noch nicht gekommen.« Garheris verstand zunächst nicht. »Wo ist meine Frau!«, schrie Garheris. »Sie ist bei mir. Sie soll meine Totenkönigin sein!« Wütend sah Garheris den Edelmann an und wollte sich auf ihn stürzen. Doch der Fremde grinste ihn nur hämisch an. Garheris wich zurück und erkannte, dass der Fremde kein Edelmann war, sondern der Tod. Schluchzend und wimmernd brach er zusammen. Der Tod seufzte und kniete sich zu ihm. Mitleid erfüllte ihn, »Höre gut zu Garheris Kincaide. Von nun an darfst Du Deine Frau einmal im Jahr sehen. Ich werde sie Dir in der Dunklen Jahreszeit für eine Nacht bringen. Diese Nacht soll von nun an euch gehören!« Garheris schluckte schwer, wollte aufbegehren. Doch er fügte sich.
Das Jahr verging. Die Dunkelheit eroberte den Tag immer früher, die Nächte wurden länger. Garheris putzte und schrubbte das Haus. Schmückte es und kaufte besonders Gedeck für Deridre. Anschließend kochte er ihre Leibspeisen.
Es war bereits Abend als der Wind durch den Kamin pfeifte und an Türe zerrte. Ein Schatten tanzte an der Wänden. Deirdre war heimgekehrt.....
Der Tod saß auf seinem Thron und sah in die Welt der Menschen.  Er blickte in die Stube von Garheris, der überglücklich mit Deirdre am Tisch saß. Zufrieden lehnte er sich zurück und beschloss von nun alle Toten in dieser einen besonderen Nacht zu ihren Liebsten zu lassen. 
©Lorelay Lost

Sonntag, 23. Oktober 2016

Meine fünf Minuten - Jack O`Lantern


Die dunkel Jahreszeit hat begonnen und bald ist wieder Halloween, auch Samhain. Viele Mythen und Legenden ranken sich um dieses wunderbare Fest. Kann ein brennendes Stück Kohle in einem Kürbis oder Rübe den Teufel und andere Geister abhalten, Dich zu holen? 
Vor langer Zeit lebte in Irland ein Trunkenbold namens Jack Oldfield.  Hinter seinem rücken nannten ihn die Dorfbewohnern auch Stingy Jack oder Drunk Jack, weil er so unglaublich geizig und ein Saufbold war. Am Abend vor Allerheiligen saß der knauserige und trunksüchtige Jack in der Dorfschenke. Plötzlich stand der Teufel neben ihm und wollte ihn holen. Jack überlegte kurz und bot ihm seine Seele für einen letzten Whiskey an. Der Teufel willigte ein, ihm seinen aller letzten Drink auf Erden zu spendieren, stellte jedoch fest, dass er keine Münzen bei sich hatte. Kurzerhand verwandelte er sich in eine Sixpence-Münze, um den Whiskey und den grimmig dreinschauenden Wirt zu bezahlen. Jack, gewieft wie er war, griff nach der teuflischen Münze und steckte sie rasch in seinen Geldbeutel. Hämisch grinsend blickte er auf den Geldbeutel und strich drüber. Jack trug sein silbernes Kreuz  immer im Geldbeutel anstatt um den Hals. Der Teufel konnte sich nun nicht mehr zurückverwandeln. Erneut handelte Jack mit dem Teufel. Er werde ihn freilassen, wenn er seine Seele noch für zehn Jahre frei sein lässt. Der Teufel versprach es. 
Die Jahre verflogen, die Finsternis siegte über das Licht. Die Dunkle Zeit begann. In der Nacht vor Allerheiligen kam der Teufel zurück, um sein Versprechen einzulösen und Jack zu holen. Auf dem Weg zur Hölle, überlegte Jack wieder kurz und bat den Teufel erneut um einen allerletzten Gefallen. Ein Apfel sollte seine letzte Henkersmahlzeit sein und der Teufel sollte ihn für Jack pflücken. Der Teufel ließ sich nicht lange bitten, wollte er ihm doch den letzten Wunsch erfüllen. Er blickte sich um und kletterte auf einen nahe stehenden Apfelbaum. Blitzschnell zog Jack sein scharfes Messer aus der Jacke und ritzte ein großes Kreuz in die Baumrinde. Gehässig beobachtete Jack, wie der Teufel versuchte vom Baum zu klettern, doch er konnte nicht. Er war im Apfelbaum gefangen. Abermals handelte Jack mit dem Teufel. Er werde das das Kreuz entfernen, wenn der Teufel seine Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe lässt. Der Teufel versprach es.
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Das Rad der Zeit drehte sich und Jack starb. Augenblicklich reiste er zu den Himmelpforten und begehrte fordernd Einlass. Jack vergaß, dass er in seinem irdischen Leben kein Unschuldslamm war. Harsch wurde er abgewiesen und zu den Toren der Hölle geschickt. Schimpfend und wütend ging er. Nun stand er vor den großen unüberwindlichen Toren zur Hölle und verlangte Einlass. Doch auch hier verweigerte man ihm den Zutritt. Der Teufel stand vor ihm und erinnerte Jack an sein Versprechen, dass er ihm einst gab, niemals seine Seele zu holen. Jack müsse zur Erde zurückkehren. Geknickt schaute Jack sich um, es war dunkel, eisig kalt und stürmisch. Der Weg zurück war weit und beschwerlich. Mitleidig sah der Teufel Jack in die Augen und schenkte ihm ein Stück glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Jack nahm die Kohle und steckte sie in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung vorher eingesteckt hatte. Seitdem streift Jacks verdammte und unsterbliche Seele mit der Laterne in der Hand immer am Vorabend von Allerheiligen durch die Nacht.
© Lorelay Lost

Samstag, 15. Oktober 2016

Der Grund meiner kleinen Berlinreise

Am 10.10 lud mein geschätzter Kollege Patrick Osborn  uns zu seinem 15 jährigen Autorenjubiliäum mit Musik und Lesung ein. Viele Gäste und Autoren kamen in die Martin-Luther Kirchengemeinde nach Berlin Neuköln, um mit Patrick zu feiern.
Patrick las aus seinen wundervollen Werken, aber nicht nur er las, sondern auch einige seiner Gäste, u.a. Caro Berg , Janina Huber , Ellen Geus und ich. 
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Zwei Wochen bereitete ich mich auf den Abend vor und las immer wieder den Textauszug aus "Geisterstunde"durch. Meine liebe Freundin und Kollegin Andrea R Walla sprach mir immer wieder gut zu. (Danke dafür meine zickige Schwester ;-) )Dann war es soweit. Ich durfte das erste Mal öffentlich lesen. Es war aufregend und unglaublich neu für mich vor so einem tollen Publikum einen Text vorzutragen und am Ende des Abends gaben wir alle Autogramme. Es war eine unglaublich interessante Erfahrung für mich.
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Fazit des Abends
Ich habe viele unglaubliche und kreative Menschen kennen lernen dürfen.
Danke lieber Patrick für diesen wundervollen Abend :-) 
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Hier noch ein paar links für Euch:
Neu von Patrick Osborn und vielen wunderbaren Autoren,u.a. auch mich
Geisterstunde 

Montag, 3. Oktober 2016

Textschnipsel

Heute gibt es mal wieder einen kleinen Textschnipsel aus meinem aktuellen Projekt..............
GLG Eure Lorelay

Sonntag, 2. Oktober 2016

Kleine Gastgeschichte von Lukas (9)

Tag meine Lieben! Heute gibt es mal eine kleine Gastgeschichte von Lukas. Er hat eine Abenteuergeschichte zu seinem Superheld Spiderman verfasst. Viel Spaß beim Lesen :-) 
Spiderman rettet die Welt
Spiderman schwingt mit seinen Netzen herum. Auf einmal sieht er Stokman.
Stokman kam grad aus der Bank, da greift Spiderman ihn sofort an. Spiderman verpasst Stokman einen Schlag und Tritt. Dann wurde Stokman ins Gefängnis gebracht. Spiderman sagt, „Geh dahin, wo Du hingehörst!“  Dann schwingt er sich nach Hause zu Tante May. Spiderman verwandelt sich in Peter Parker und sagt, „Endlich zu Hause.“ Und geht schlafen.
Morgens macht er sich für die Schule fertig.
Sieben Stunden später verwandelt sich Peter Parker in Spiderman. Und schwingt sich durch die Lüfte. Auf einmal sieht er Black Panther und greift ihn mit einem Doppelkick an. Dann war Black Panther besiegt. Da sagt Spiderman, „Ich habe Dich besiegt, hahahha. Tschüss Black Panther, hahahaha. Ach halt den Rand Jay Jonas Jameson. Muss schnell nach Hause und für die Schule fertigmachen. Ach ja es ist ja Wochenende, hä. Ich kann bis zwölf aufblieben. In einer Stunde geh ich schlafen.“
Drei Stunden später, „Guten Morgen Tante May!“. Tante May antwortet, „Guten Morgen Peter.“
Peter verwandelt sich in Spiderman und sieht Lex Luther und springt auf ich zu und dann hat er ihn angegriffen. Lex Luther hat ihn gesehen und sie bekämpfen sich. Spiderman springt hinter ihn und tritt ihn in den Hintern. Spiderman hat Lex Luther. Spiderman ist froh, dass er Lex Luther besiegt hat. „Puh war das anstrengend. Jetzt geh ich zu Shield, um zu trinken.“
Spiderman wolle nach Hause. Da holt er ein großes Glas und fängt Sandmann ein. Endlich zu Hause. Er freut sich, was er alles in der Woche getan hat. „Es hat auch Spaß gemacht, weil ich alle Diebe gefangen habe. Oh nein, jetzt ist wieder Schule. Jetzt werde ich wieder geärgert. Doof! Hm, ich werde es dem Direktor sagen. Aber es wird nicht klappen. Ah ich werde ´Nein hör auf` sagen. Ich hoffe es klappt?! Vielleicht klappt es vielleicht auch nicht.“ Klingkling. „Wir müssen rein.Okay, hört ihr mal auf, man das nervt. Boar ihr Nervensegen. Schnell nach Hause“
„Tante May! Tante May, ich hab es den bösen Jungs gezeigt.“ Tante May antwortet, „Hast Du Fieber oder bist Du krank?“ „Nein ich bin nicht krank. Waaasssss. Ja Tante May. Okay, das habe ich nicht erwartet, aber…Okay! Okay! Okay!“ Eine halbe Stunde später verwandelt sich Peter Parker in Spideman und schwingt durch die Lüfte. Er ging in eine Gasse und verwandelte sich zurück und geht zu AJ. „Hallo AJ.“ „Hallo Peter.“ „Wie geht es dir AJ?“ „Mir geht es gut und Dir?“ „Mir geht es gut. AJ, Ich muss nach Hause zum Essen. Tschüss AJ“ „Tschüss Peter.“ Peter Parker verwandelt sich in Spiderman. Und schwingt durch die Lüfte, da hinten ist Elektro und Spiderman greift ihn an. „Schieße auf Elektro und sauge ihm seinen Strom ab. Spiderman schnappt ihn, „Jetzt kannst du kein Strom mehr klauen,hahahahahahaha.“
Fortsetzung folg
Bis zum nächsten Mal oder auch nicht
Lukas 9
Ende
Ob Spiderman das nächste Mal auch den jeden Kampf gewinnt??????????????

Sonntag, 25. September 2016

Die Geisterstunde rückt näher

Am 10 Oktober feiert mein überaus geschätzter Kollege Patrick Osborn sein 15 jähriges Autorenjubiläm. Wie könnte man es besser Feiern als mit einer spannenden Anthologie? 
Diese erscheint Anfang Oktober bei Twentysix  mit dem Titel "Geisterstunde" von und mit Partick Osborn.  15 Kurzgeschichten aus der Feder von fantastischen Autoren aus dem Genre Horror , Fantasy und Mystik entführen Euch in eine unbekannte Welt. 
Auch ich bin mit einer Kurzgeschichte dabei :-) 
Gezeitentod von Patrick Osborn
Das Buch der Leiden von Patrick Osborn
Gestrandet von Patrick Osborn
Zurück ins Leben von Ellen Geus
Das Haus am See von Janina Huber
Carmen von Body Clarke
Das Klavier von Dirk Weber
GeisterstundeN von Caro Berg
Zehn leere Seiten von Petra Kleinhenz
Marlene von R. A. Altena
Marys Tears von Lorelay Lost
Die Trophäe von Martina Lichtenfeld
Blind von Lissy Dixon
Das neue Haus von Karina Holländer
In den Tiefen des Waldes von Bryan C. Kavanagh
Hier ein kleiner Textschnipsel aus meiner Kurzgeschichte
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Falls Ihr noch Zeit, Lust oder gar in der Nähe seid, kommt doch zur Feier 15 Jahre Patrick Osborn. Im link erfahrt Ihr mehr: 
Besucht doch mal Patrick auf seiner FB Seite:
GLG Eure Lorelay

Neue Rezi

Vor ein paar Tagen hat meine Lady Grace eine Rezi bekommen. Juhu!!!!Die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
Vielen lieben Dank für die Rezi :-) 
(Manuskript ist noch in der Produktion und bedarf noch einige Recherchearbeit.)

Textschnipsel

Moin Moin meine Lieben!
Heute gibt es mal wieder einen kleinen Textschnipsel.....
Ich weiß, im Moment sieht und hört man nicht viel von mir, das liegt daran, das ich in meiner neuen Novelle untergetaucht bin. Sie bringt mir grad unglaublich viel Spaß, v.a. die Protas ! 
GLG Eure Lorelay

Dienstag, 13. September 2016

Textschnipsel

Heute komm ich endlich wieder dazu Euch einen verirrten und verwirrten Satz aus meinem aktuellen Projekt zu posten. 


Sonntag, 4. September 2016

Garstige Schreibblockade!

Die heimtückische Schreibblockade lauert hinter jeder dunklen Ecke. Bereit mit ihren scharfen gewetzten Krallen und scharfen Zähnen zu zuschnappen. Schon macht sie sich zum Sprung bereit und schnappt sich den zuvor kreativen und ahnungslosen Autor. Gierig schleppt sie ihre Beute in eine Ecke, um sie auszusaugen und mit ihrem heimtückischen Virus der Blockade zu infizieren.
Ich habe schon viele gute Artikel im Netz zur Entstehung und Überwindung der Schreibblockade entdeckt und gelesen. Deswegen werde ich hier nicht darauf eingehen. Ich denke jeder Autor entwickelt im Laufe seiner Arbeit und Erfahrung sein eigens »Rezept« gegen das Schreibbolckaden-Monster-Virus.
Ich möchte Euch von meinem Rezept berichten, welches mir bisher immer gut geholfen hat. Es ist kein Patentrezept, aber vielleicht hilft es ja den einen oder anderen. 
1) Habe Geduld mit Dir! Schraube Deine hohe Erwartung und nagenden Selbstzweifel runter.
Stopfe Deinem inneren Kritiker und ewigen Nörglern, die nach Perfektionismus lechzen die großen weit aufgerissenen Mäuler. Sie haben nämlich überhaupt keinen Schimmer und stellen Dir mit Freuden ein Bein.
Es hat mich viel Zeit und Kraft gekostet, meinen inneren Kritiker unter Kontrolle zu bekommen. Sicher lunzt er noch hervor, aber er darf auch nur noch flüstern. Falls er schreit, kommt er sofort auf die stille Treppe, bis er sich beruhigt hat.
2) Trotze der Blockade und trainiere gegen sie.
Trainiere bzw. schreibe immer zur gleichen Zeit! Egal wie Du drauf bist. Ob Du Lust hast oder nicht! Oder Du denkst, da kommt nur Nonsens bei rum. Das ist egal! Schreibe Dich warm, vielleicht entwickelt sich ja dadurch etwas ganz Spektakuläres. Eine Idee zu einer neuen Geschichte. Schreiben ist wie ein Training. Je öfter Du schreibst, umso leichter wird es dir fallen. Du wirst mit der Zeit schneller und besser werden.
Ich habe früher immer nur geschrieben, wann ich wollte. Mit voller Freude kamen die Blockade und belagerte mich.
3) Lass Dich inspirieren.
Falls Du die Ruhe dafür hast, mach es Dir gemütlich und lese ein schönes Buch! Höre Musik, manchmal reicht schon ein besonderer Song, der die Blockade vertreibt. Schaue einen Film, den Du noch nicht kennst.
Ich höre vor dem Schreiben Musik, die mich im Augenblick motiviert und inspiriert. Ganze Szenen sind schon durch Musik entstanden.
4) Dem erstarrten Geist etwas gutes Tun: Sauerstoff
Vielleicht hast Du ja einen Lieblingsort in der Natur. Besuche ihn und versuche zu entspannen. Du willst nicht so weit gehen, dann mach es Dir auf Deinem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse gemütlich.
Probiere etwas Neues aus.
Du hast ein Lieblingskaffee? Was machst Du dann noch in Deiner dunklen Schreibstube? Geh dorthin und beobachte die Menschen (vergiss Dein Notizblock und Stift nicht!).
5) Facebook und Co on the rocks
Mach Dein Smartphone aus und gehe nicht auf die sozialen Medien. Ich weiß, sie locken Dich, grad, wenn man nicht weiß, was man schreiben soll! Jedoch lenken sie Dich auch gut vom Wesentlichen ab, dem Schreiben. Fatalerweise könnten sie Deinen inneren Druck und Frust noch steigern. Dich sogar noch mehr herunterziehen und blockieren.
6) Telefonat mit einer guter Seelen
Wir Autoren verbringen viel Zeit in unseren Welten und stillen Kämmerchen, da kann sich schon mal was anstauen.
Ruf jemanden an, dem Du vertraust. Mach Deinem angestautem Frust endlich Luft! Das hat mir immer besonders gut geholfen. Nach dem Gespräch war ich immer wieder neu motiviert weiter zu schreiben.
7) Liebe
Ja, Liebe. Liebe Deine Texte und Protagonisten, steh zu ihnen. Du hast sie erschaffen, ihnen das Leben eingehaucht und ihnen das Laufen beigebracht. Sei stolz auf Dich!
Natürlich ist es  für einige von Euch nicht vollständig. Es ist ja auch meine Art mit meinem Monster umzugehen.
GLG Eure Lorelay 

Textschnipsel

Guten Morgen meine Lieben!
Auch heute gibt es eine Kleinigkeit aus meinem aktuellen Werk!

Sonntag, 28. August 2016

Textschnipsel

Auch heute gibt es einen Satz aus meinem aktuellen Projekt, dessen Titel ich Euch noch nicht verrate...Da alles geheim ist und überhaupt! So! 



Samstag, 27. August 2016

Geburtstag Widerwillen

Ich lief, was das Zeug hielt. Jeden Tag Stunden lang, bei Wind und Wetter. Zweimal am Tag umkreiste ich panisch hechelnd den Baggersee. Ich lief vor meiner Angst, nein vor mir weg. So verpackte ich die Diagnose Hydronephrose auf meine Art und Weise. Mir rann die Zeit davon. Nur noch drei Wochen bis zum 24.09., dann würde ich meine linke Niere für immer verlieren. Ich wurde noch nie operiert und ich war noch nie wirklich krank. Es überforderte mich und machte mir Angst.
Meine Sorgen und Ängste griffen mich bevorzugt nachts an. Es gab kein entkommen, sie lauerten zähnefletschend in der Dunkelheit und warteten auf den günstigsten Moment. Nervös lief ich dann in der hell beleuchteten Wohnung hin und her, versuchte sie verzweifelt abzuschütteln, bis ich völlig übermüdet auf dem Sofa einschlief. Aus Verzweiflung aß ich nicht mehr und hungerte mich in nur wenigen Wochen auf 43 kg runter. Meine Familie und Freunde machten sich große Sorgen. Doch ihr wohlgemeinter Zuspruch und Trost prallte an mir ab. Vergeblich versuchte ich meine schrägen Gedanken über den Tod und meine Beerdigung zu sortieren, die jederzeit über mich herfielen wie ein Rudel hungriger Wölfe. Ich malte mir aus wie es ist zu sterben, wie es ist begraben zu sein. Die Gedanken erdrückten mich. Ich zog mich immer mehr zurück. Die Tage rauschten an mir vorbei, alles ging mir zu schnell. Schon stand der Op-Termin vor meiner Tür und ich fand mich in einem dünnem Nachthemdchen gekleidet im Op-Saal der Uniklinik Göttingen wieder. Der Anästhesist plapperte irgendetwas, dann kam die große Spritze. Randvoll mit weißem Zeug, was mir in die Vene gejagt wurde. Das Narkosemittel wirkte rasch. Für einen Moment war ich frei. Frei von meinen Gedanken, von meinem Schmerz und Leid. Wie ein Blatt in einer lauen Sommerbrise ließ ich mich treiben. Mir wurde warm. Ich fühlte mich wohl und geborgen. Vier Stunden später wachte ich im Aufwachraum auf. Verschwommen sah ich die besorgten und ernsten Gesichter meiner Eltern über mir. Ich ertrug ihren Anblick nicht und bat sie zu gehen.
Anderthalb Tage schlief ich und wachte an einem grauen Morgen wieder auf. Passend zu meiner Stimmung. Erschrocken sah ich, dass an mir Schläuche hingen. Ich bewegte mich und schrie auf. Der Schmerz traf mich unvermittelt, so mussten sich also die Ritter nach einem Flankenhieb fühlen. Vorsichtig fasste ich mir an die Seite und spürte einen überdimensionales Pflaster. Langsam fuhr ich mit den Fingerspitzen darüber. Ich spürte eine Reihe Klammern, die mein Fleisch und die Haut meiner linken Körperhälfte zusammenhielten. Bedrückt sah ich mich in dem Zimmer um. Ich kam mir vor, als hätte ich eine Zeitreise gemacht. Das Zimmer war karg und wie in den 1970zigern eingerichtet. Hellgrüne Wände, orangefarbene Vorhänge an den Fenstern und eine Waschgelegenheit, die von ein orangefarbener Vorhang mit ockerfarben Muster abgerundet wurde, vervollständigten meinen Eindruck. Es klopfte, mein Vater trat ins Zimmer. Bedrückt, jedoch grinsend stand er vor mir. » Wie geht`s meinem Mädchen?« »Den Umständen«, gab ich knapp wieder. »Wollen wir eine rauchen?« »Ja!« Ich drückte den Knopf, der mir eine Schwester herbeizauberte. Lächelnd kam sie herein. »Ich möchte aufstehen!« »Warten Sie einen Moment.Da muss ich erst Fragen.« Dann verschwand sie wieder. Fünf Minuten später kehrte sie mit einem Rollstuhl zurück. Mein Vater und die Schwester halfen mir auf. Wieder traf mich der Schmerz. Ich biss die Zähne zusammen, ich wollte unbedingt aus diesem tristen Zimmer. Mit wackeligen Beinen stützte ich mich am Griff des Rollstuhls ab. Die Schwester befestigte meine Infusionen und den peinlichen Katheterbeutel. Zufrieden legte sie eine leichte Decke auf meinen Schoß. Schon schob mich mein Vater denn nach Desinfektionsmittel riechende Gang entlang.
Dichter Qualm schlug uns entgegen, als wir den Raucherraum betraten. Genüsslich zog ich an meiner Zigarette. Meine Lungen füllten sich mit den beruhigenden Rauch. Mein Vater redete nicht viel, dafür war ich ihm heute besonders dankbar. Wir blieben noch zwei weitere Zigaretten dort, dann brachte mich er mich ins Zimmer zurück. Vorsichtig half er mir ins Bett und drückte mich sanft, »Morgen komm ich mit Deiner Mutter! Sie muss sich auch erst einmal beruhigen.« Ich konnte meine Mutter verstehen. Die Situation war nicht einfach für sie. Es war schwer für sie ihr Kind so zu sehen. Auch sie brauchte Zeit, um ihre Sorgen und Ängste zu verarbeiten. Kaum lag ich wieder im Bett, betrat ein Tross murmelnder Ärzte in wallenden weißen Kitteln mein Zimmer. Amüsiert und entgeistert beobachtete ich die Szene. Zwölf junge Mediziner und ein ergrauter Stationsarzt standen im Halbkreis vor mir. Der Stationsarzt sprach in schneller kryptischer Sprache und die anderen beeilten sich die Hieroglyphen aufzumalen, die er von sich gab. Der Stationsarzt setze sich in Bewegung, konzentriert dreinschauende Gesichter folgten ihm. So lief er referierend im Raum auf und ab, schon schritt er zur Tür und ging. Im Gänsemarsch folgten ihm die Jungen. Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause, dachte ich. Ruhe breitete sich im Zimmer aus und ging in Melancholie über. Ich schloss die Augen. Gedanken stürmten auf mich ein. Jetzt hatte ich nur noch eine Niere. Was ist, wenn auch sie bald nicht mehr richtig funktioniert? Was ist, wenn ich an die Dialyse muss? Damit bin ich dem Tod einen Schritt nähergekommen. Ein Bild tauchte vor meinem inneren Auge auf, wie ich an einem piependem Gerät mit Schläuchen saß. Krampfhaft versuchte ich an etwas anderes zu denken. Ich zählte die Tage bis zu meiner möglichen Entlassung, doch das Bild wollte einfach nicht verschwinden. Ein dicker Kloß bildete sich in meinem Hals. Am liebsten hätte ich meine Wut und Trauer herausgeschrien. Tränen rannen mir übers Gesicht. Schluchzend lag ich in meinem Bett und schlief irgendwann ein. Ein zaghaftes Klopfen weckte mich. Es war bereits dunkel, als im Zimmer das kalte Licht anging. Verweint und zersaust richtete ich mich stöhnend auf. Meine Freunde standen gestriegelt und gestylt in ihren besten Petticoats und Lederjacken vor mir. Grinsend hielten sie eine Schokotorte mit einer Kerze in der Hand. Leise sangen sie für ihre kleinen Metallhead »Happy Birthday«. Wie recht sie hatten. Ich lachte und weinte zugleich.
© Lorelay Lost 

Montag, 22. August 2016

Barmherzickigen Schwestern

Natürlich aus einer Laune heraus und vielen Lachanfall- Chats ist die neue satirsiche Seite "Barmherzickigen Schwestern" entstanden.
Meine Kollegin Andrea R Walla und moi werden Euch zukünftig und regelmäßig mit einem Satire Blog .... unerhalten...zukleistern, ach was auch immer.
Nur zum Verständnis, es kommen unterschiedlich Geschmacksrichtungen vor , von süßsauer bis ultrascharf. Also schnallt Euch gefälligst an! Sicherheit geht vor.
Da ich heute meinen barmherzickigen hab, geb ich  Euch mal den link: 
Uns gibt es auch auf FB:

Sonntag, 21. August 2016

Ein Textschnipsel

Guten Morgen meine Lieben!
Im Augenblick arbeite ich ja an einigen diversen geheimen Geheimprojekten. Heute habe ich mir gedacht, ich teile mit Euch einen kleinen Textschnipsel  aus einem meiner aktuellen "Nebenprojekte". Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es unterscheidet sich sehr von meiner Kurzgeschichte "Das Bild der Lady Grace - Jake". Das Manuskript ist ja grad noch in Arbeit. 
Ich hoffe sehr, dass ich dieses kleine spannende "Nebenprojekt" bald für Euch veröffentlichen kann. 
So, nun wünsche ich Euch einen entspannten Sonntag. Kommt gut in die neue Woche.
GLG Eure Lorelay 

Sonntag, 14. August 2016

text extracts - Jürgen Schaaf

Todesfalle
Hast Du schon einen Plan?“
Ja, das heißt, hm, eigentlich, na ja“, stammelte der alte Magier.
Willst Du damit andeuten, dass Du noch keine Ahnung hast, was wir in der Festung tun werden?“, fragte Sarah empört.
Doch, doch, das weiß ich schon“, antwortete Alihadzi kleinlaut. „Aber einen konkreten Plan habe ich noch nicht, muss ich gestehen.“
Also, was machen wir, wenn es uns gelingt, in die Festung einzudringen?“, fragte Martin.
Wir müssen unter allen Umständen zuerst Carrazax finden“, antwortete der alte Magier.
Kannst Du ihm denn vertrauen?“, wollte Sarah wissen.
Was bleibt uns anderes übrig?“, antwortete Alihadzi bitter. „Ich hatte eigentlich meine Hoffnung auf Hauptmann Mehdo gelegt, aber wenn es zutrifft, was Barbarossa uns berichtet hat, dann wird Mehdo von Ramish's Getreuen überwacht und bespitzelt. Carrazax ist ein unscheinbarer Mann und hält sich stets im Hintergrund. Ich kenne ihn schon sehr lange. Er ist nicht der Heißsporn, der erst handelt und danach über die Konsequenzen nachdenkt, sondern genau das Gegenteil davon. Ich kenne ihn als einen ruhigen und besonnenen Menschen, bescheiden und absolut unauffällig, aber dennoch sehr zielgerichtet in seinem Handeln. Ja, ich vertraue ihm. Ich bin mir sicher, dass er uns unterstützen wird.“
Sarah und Martin sahen ihren alten Freund nachdenklich an.
Gut! Dann werden wir erst konkrete Pläne schmieden, wenn wir mit ihm gesprochen haben. Habe ich recht, Alihadzi?“, fragte Martin.
Ja, mein Freund. So hatte ich mir das vorgestellt“, sagte Alihadzi leise und zupfte an seinem Bart. Plötzlich blieb er unvermittelt stehen.
Was ist los?“, fragte Sarah ängstlich.
Ich spüre die Nähe von Almandina“, sagte er aufgeregt. „Wartet!“
Einen Moment verharrte er still und regungslos. Dann wich die Anspannung aus seinem Gesicht.
Ich habe gerade mit Almandina gesprochen, äh, na ja, Ihr wisst schon, was ich meine. Sie ist unbehelligt zu ihre Höhle zurückgekehrt und wartet dort auf unsere Anweisungen. Die Wachen haben bei ihrer Ankunft keinen Alarm geschlagen. Sie vermuten offensichtlich keine List“, berichtete er knapp. „Dem Himmel sei Dank! Sonst hätte die Offensive der Fürsten schon längst stattgefunden.“
Seine beiden Gefährten nickten zufrieden.
Dann können wir ja beruhigt weitergehen“, schlug Martin vor.
Eine weitere Stunde im Stollen verlief ereignislos, als Martin plötzlich die Stille durchbrach.
Seht mal, die Farbe des Gesteins ändert sich. Den ganzen Weg bis hierher war der Felsen grau, aber seht dort, er ist viel dunkler, fast schwarz.“
Du hast recht. Er sieht aus, wie der Felsen, auf dem die Festung steht. Möglicherweise haben wir unser Ziel schon bald erreicht“, sagte Alihadzi erleichtert.
Falls es keine Gesteinsader ist, die uns voreilige Schlüsse ziehen lässt“, warnte Sarah.
Alihadzi ging rasch weiter und betrachtete dabei neugierig die Felswände des Stollens. Die Farbe des Gesteins änderte sich nicht mehr. Alihadzi war sich jetzt sicher, den Felsen tief unter der Festung betreten zu haben.
Spürt Ihr das auch?“, fragte er seine beiden Begleiter. Ein kühler Luftzug strich um seine Beine.
Es ist kühler geworden“, sagte Martin.
Ja“, sagte der alte Magier. „Aber das ist nicht alles. Ich spüre auch einen leisen Windhauch. Der Gang scheint bald zu Ende zu sein, aber ich habe nicht die leiseste Ahnung, wo wir herauskommen. Aus diesem Grund sollten wir uns jetzt besser absolut ruhig verhalten.“
Alihadzi ging vorsichtig weiter. Bald machte der Gang eine scharfe Biegung nach links.
Oh!“, entfuhr es dem alten Magier. „Seht Euch das an!“
Ein gigantischer, quadratischer Schacht tat sich vor ihnen auf. Seine senkrechten Wände schimmerten schwarz und glatt. Sie befanden sich in einer der vier Ecken, in denen die Seitenwände im rechten Winkel aufeinander trafen. Direkt vor ihnen schien ein kleines, hölzernes Podest über dem Abgrund zu schweben. Von ihrem Standpunkt aus konnten sie weder den Boden, noch das obere Ende des Schachts erkennen. Dazu reichte das Licht der kleinen Fackel nicht aus. Die einzige Möglichkeit weiterzugehen, boten dicke, waagerechte Balken, die in regelmäßigen Abständen in die Seitenwände des Schachts eingelassen waren. Die offenen Enden der Balken ragten frei über der Tiefe. Sie waren knapp drei Fuß lang und einen Fuß breit und boten gerade Platz genug für eine Person. Die Balken, jeweils eine Schrittweite voneinander entfernt, führten stetig aufwärts, lediglich unterbrochen von kleinen Podesten in den Ecken des Schachts. Ein dickes Halteseil war entlang der Balkentreppe an der Schachtwand befestigt, doch es konnte seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Es zeigte sich morsch und an vielen Stellen bereits ausgefranst oder gar gerissen.
Was bringt Menschen dazu, solche Bauwerke zu errichten“, fragte sich Martin angesichts dieses Anblicks.
Angst, mein Junge, pure Angst“, antwortete Alihadzi.
Wovor hatten die Menschen solche Furcht, dass sie Jahrzehnte an diesem Schacht gemeißelt haben?“ Martins Neugier war geweckt.
Sie hatten Angst vor den Oggern. Dessen bin ich mir ganz sicher“, antwortete der alte Magier. „Seht nur, der Abstand zwischen den Balken ist so bemessen, dass ein Mensch mit großen Schritten über die Reihe der Balken aufsteigen kann. Ogger haben kürzere Hinterläufe. Sie müssten von Balken zu Balken springen. Und mit ihren messerscharfen Krallen nutzt ihnen das Halteseil auch recht wenig. Und ich glaube nicht, dass hier so lange an dem Schacht gearbeitet wurde, meine Freunde. Das hier ist das Werk von Magiern.“
Was macht Dich so sicher?“, fragte Sarah.
Seht Ihr, wie die Wände im Fackelschein glänzen? Sie ähneln geschmolzenem Glas. Das ist nicht das Werk von Steinmetzen. Die Felsen wurden mit großer Hitze bearbeitet“, mutmaßte Alihadzi. „Ich wüsste zu gerne, wie sie es gemacht haben“, sagte er bedauernd...

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Sonntag, 17. Juli 2016

Meine fünf Minuten - Ich hau dann mal ab! Ihr kriegt mich eh nicht!

Es ist ein warmer Tag, endlich sind wir Hessen. Niedersachsen ist nicht mehr weit. Göttingen ist nah...........Ich höre mich laut aufschreien. Mein Mann tritt auf die Bremsen. Schon sehe ich das Heck eines Kleinwagens gegen unseren rechten Kotflügel knallen. Der Aufprall erschüttert unser Auto. Presst mich in den Sitz. Das kleine Auto prallt gegen graues Beton. Wirbelt in die Luft und überschlägt sich zweimal, um schließlich auf der Mittelfahrbahn auf dem Dach zum Stillstand zu kommen.
Einen Augenaufschlag läuft alles in Zeitlupe.
Stille und Ungewissheit.
In dem kleinen Wagen rührt sich nichts. Ich greife zum Handy, kletter über den Beifahrersitz zum Fahrersitz rüber. Wähle den Notruf und berichte mit zitternder Stimme.
Überall liegen Autoteile und Glassplitter.
Plötzlich sehe ich vier junge Mädchen. Panisch grabbeln sie aus dem Auto. Sie laufen zu mir rüber.
Ein Auto mit Wohnmobil hält in einiger Entfernung, dann fährt er weiter. Die Mädchen sind aufgeregt und weinen ein wenig. Ich versuche sie zu trösten und mit Pflastern zu versorgen. Sie erzählen mir, dass sie wegen einem Auto mit Wohnmobil ausweichen mussten.
Ein anders Auto mit einer jungen Familie hält einige Meter hinter unserem Wagen und hilft uns die Unfallstelle zu sichern. Die junge Frau kommt mit einer Flasche Wasser. Wir hören Sirenen. Feuerwehr, Notarzt und Polizei...... ein Hubschrauber...... Mir wird langsam bewusst, dass das Auto mit Wohnmobil Fahrerflucht begangen hat........
Das ist gestern Vormittag auf der Autobahn in der Nähe des Fuldatals geschehen.
Normalerweise versuche ich grundlegend diplomatisch zu sein. Nur hier geht es einfach nicht mehr. Hier standen Leben auf dem Spiel!

Immer mehr begehen Fahrerflucht. Die Statistik ist beängstigend und besorgniserregend zugleich. Letztes Jahr waren es 500000, die sich feige aus dem Staub gemacht haben! Tendenz steigend.
Was sagt das aus? 
Meine Frage:
Wie lebt man damit, dass man (in unserem Fall) sechs Leben einfach mal so auf Spiel gesetzt hat? Wie lebt man mit der Ungewissheit, ob es die Betroffenen überlebt haben oder nicht? Ich weiß, Angst ist ein mächtiger Gegner, aber das Gewissen auch. 
Ein Rat von mir, Angst ist ein schlechter Wegbegleiter und v.a. Lebensberater. Er hat noch nie zu etwas verholfen. Im Gegenteil! 
Sicher ich könnte hier jetzt unsere Bilder des Unfalls posten. Nur das werde ich nicht tun.
Noch ein Wort zu den Gaffern.
Eure teuren Smartphones sind nicht nur zum Bilder und Videos machen da, um es schnell auf FB zu posten!  
Ich werde grundlegend immer wieder Bilder von Euch machen. Nicht weil ihr so fotogen und hübsch seid. Nein ganz bestimmt nicht......
Leider kann man sich Rückrat noch nicht kaufen, weder online noch im nächsten Laden. Eine App gibt es auch noch nicht. So ein Mist! 
Ich möchte mich nochmals bei der Feuerwehr, Polizei und den Sanitätern Nordhessen bedanken. 
Merci 
Bildquelle Pixabay

Sonntag, 10. Juli 2016

text extracts - John McLane

Ein Traum
Als er erwachte, war es dunkel. Die Digitalanzeige des Weckers blendete ihn, so das er die Augen erst einmal wieder zumachte. Er fühlte sich entspannt, reckte sich ausgiebig und dachte an die zurückliegende Nacht.
Nach wie vor hing ihr Duft im Raum. Er fühlte ihre Gegenwart, ihre tiefen Gefühle und ihre Hitze, während sie sich geliebt hatten. Unwillkürlich griff er nach rechts, doch der Platz, an dem sie gelegen hatte, war leer. Seufzend rappelte er sich auf, ging schlaftrunken zum Fenster und dachte daran, wie es begonnen hatte.
Weit draußen sah er die Lichter des Feuerschiffs, das den Schiffen eine sichere Heimfahrt gewährte. Er liebte dieses Haus, die Nähe des Meeres. Wenn er auf der Veranda saß, hörte er das beruhigende Rauschen des Meeres, der Wind trieb den Geruch des Salzwassers herüber und der weite Blick auf das Wassers gab ihm innere Ruhe und Kraft.
Sie hatten sich vor wenigen Tagen am Strand getroffen. Merkwürdig genug, da er sonst hier nie jemanden traf. Deswegen hatte er ja dieses Haus gekauft.
Sie hatten sich kurz zugenickt und waren weitergegangen. Zwei Fremde, deren Weg sich zufällig kreuzte und deren Schicksale sie unabhängig voneinander an diesen Ort geführt hatten.
Tage später saß er auf seinem Lieblingsplatz, einem Felsbrocken an einem Steilhang, sah aufs Meer und genoss die Stille, die nur hin und wieder durch den heiseren Schrei einer Möwe unterbrochen wurde. Die Sonne stand hoch und sandte ihre warmen Strahlen auf ihn herab. Ungewöhnlich für Spätherbst am Meer.
Und da stand sie plötzlich vor ihm. Ihr Haar flatterte im Wind und sie strich es mit einer typisch weiblichen Geste aus dem Gesicht. Schlank, zierlich und verletzlich wirkend stand sie vor ihm. Er schwieg, wusste auch nicht, was er hätte sagen sollen.
Wortlos saß sie plötzlich neben ihm und gemeinsam sahen sie schweigend aufs Meer hinaus. Stunden später verließen sie diesen Platz, ohne miteinander gesprochen zu haben.
An diesem Abend dachte er lange über diese seltsame Bewegung nach. Er hatte sie gefühlt, gewusst, dass es ein Fehler gewesen wäre, sie anzusprechen. Es schien, als habe sie Nähe gesucht, und doch die Einsamkeit. Wie er.
Merkwürdig. Er schüttelte den Kopf. Spontan ging er in den Flur, nahm die Windjacke vom Haken, zog sie über, ging durch die Haustür hinaus und zum Strand hinunter.
Der Sternenhimmel spannte sich über ihm wie ein dunkles Zelt, während er den einsamen Strand entlangging. Schon von weitem sah er den rötlichen Feuerschein. Er schien nahe seines Lieblingsplatzes zu sein. Magisch angezogen ging er darauf zu.
Sie war da, saß auf einer Decke, den Rücken zum Feuer. Er stellte sich neben sie, sah zu ihr hinunter. Sie hob den Kopf, schaute auf und lächelte ihn an. Da war etwas in diesem Lächeln, das ihn veranlasste, sich neben sie zu setzen. Wortlos lehnte sie den Kopf an seine Schulter, ihre Arme legten sich um ihn und kalte Hände glitten unter seine Jacke.
Automatisch legte er einen Arm um ihre Schulter und zog sie an sich. Beide schwiegen, genossen die Wärme des anderen, fühlten die Gegenwart des anderen und automatisch seine Bedürfnisse. Während sie so dasaßen, fühlten sie sich intensiver, als andere Paare es ein Leben lang taten.
Als das Feuer heruntergebrannt war, stand er auf und zog sie hoch. Sie ließ es geschehen. Ihre Lippen fanden sich und ein heißes Feuer loderte in ihnen auf. „Komm“, murmelte er heiser.
Er ging in Richtung seines Hauses und zog sie mit. Ohne sich zu wehren ging sie mit.
In dieser Nacht liebten sie sich wild, stillten ihre verzehrende Sehnsucht. Beim zweiten Mal dauerte es sehr lange und war ungemein zärtlich.
Seufzend wandte er sich vom Fenster ab. Sie war gegangen, doch er war zuversichtlich, dass sie wiederkommen würde. Er fühlte es. Widerwillig legte er sich hin und deckte sich zu. Kurz darauf schlief er wieder tief und fest. Er lächelte...

Die Arzt und die Ärztin sahen auf ihn herab, besorgt. Er lag nun auf der Intensivstation, nachdem sie zwei Stunden in mühseliger Kleinarbeit versucht hatten, im OP sein Leben zu retten.
Meinst du, er kommt durch?“
Der Arzt sah seine Kollegin an. „Ich glaube nicht“, sagte er, „ die inneren Verletzungen sind zu schwer“.
Betrübt schaute die Ärztin auf ihn hinab, sah das Lächeln auf seinem Gesicht und fragte sich, was wohl jetzt in seinem Kopf vorging, als er da so schwerverletzt in dem Bett lag.
Sekunden später durchdrang ein schriller Pfeifton den Raum. Der Überwachungsmonitor meldete Alarm. Die Ärzte sahen sich an.
Der arme Kerl“, sagte der Arzt, „aber er hat es hinter sich. Wer weiß, ob er sich von den Verletzungen je erholt hätte.“
Ja, das hat er“. Mitleidig sah die Ärztin auf den Patienten hinab. „Wer weiß, wofür es gut war. Wer wohl die Frau gewesen sein mag, die bei dem Autounfall starb? Sieh nur, er lächelt. Hat er an sie gedacht, als das Ende kam?“
© 2001 John McLane
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